Veranstaltung

09.05.2019 bis 10.05.2019, 09:00 - 16:30 Uhr

Interkulturelle Kompetenzen in der Klinik - Fortbildungsreihe des Projekts IPIKA Plus - Modul 2

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Die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt von Patienten/innen und deren Angehörigen wird an Kliniken in Deutschland durch globale Migration und Flucht immer größer. Dies stellt Pflegekräfte, Ärzte/Ärztinnen und Sozialdienstmitarbeiter/innen vor immer neue Herausforderungen. Die Fortbildung versetzt Mitarbeiter/innen in die Lage, im Arbeitsalltag interkulturell kompetent zu agieren und die interprofessionelle Kooperation mit Kollegen/innen unterstützend nutzen zu können.

Ziel
Die Teilnehmer/innen entwickeln und vertiefen ihre interkulturellen Kompetenzen, um kultur- und migrationssensibel mit Patienten/innen und Angehörigen umgehen zu können. Durch die starke Praxisorientierung der Fortbildung werden effektive Handlungsstrategien in inter- und transkulturellen Kontexten und Konfliktsituationen erarbeitet. Die Fortbildung trägt somit auch zur Reduktion der Stressbelastung im Arbeitsalltag bei.

Inhalte
Modul 2: Soziokulturelle Krankheitskonzepte und Bewältigungsformen
• Soziokulturelle Konzepte von Krankheit und Gesundheit
• Unterschiedliche Symptompräsentationen und Bewältigungsformen
• Kulturelle Unterschiede in den Rollen von Arzt/Ärztin, Pflegenden, Patienten/innen und Angehörigen
• Selbstreflexion, Perspektivenwechsel
• Praxisorientierte Rollenspiele mit Simulationspatienten/innen

Methoden
Kurzvorträge, Gruppenarbeit, interaktive Übungen, praxisorientierte Rollenspiele, Arbeit mit Simulationspatienten/innen, Fallbesprechungen, Diskussion

Kurscode
K 0058/190509

In dieser Fortbildungsreihe des Projekts IPIKA Plus werden weitere Module angeboten:

Modul 1: Migration, Flucht und (seelische) Gesundheit (05.12. - 06.12.2019)
• Migrationsspezifische und soziokulturelle Determinanten von Migration, Flucht und Gesundheit
• Psychische Prozesse bei Migration und Flucht
• Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf die Psyche, Anzeichen von Traumatisierung
• Interkulturelle Kompetenzen in der Klinik (Einführung)
• Interprofessionelle Zusammenarbeit und Vernetzung als Schlüsselkompetenz

Modul 3: Umgang mit Sprachbarrieren / Arbeit mit Dolmetschern/innen (04.07. - 05.07.2019)
• Fallstricke beim Umgang mit Sprachhürden
• Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Dolmetscherdiensten, Telefon- und Videodolmetschen
• Praktische Übungen mit professionellen Dolmetscher/innen (Sprach- und Kulturmittlern) und Simulationspatienten/innen
• Bildtafeln (z.B. tip doc) und Internet-Kommunikationshilfen richtig einsetzen

Modul 4: Interkulturelle Ethik-Kompetenz in der Klinik (12.09. - 13.09.2019)
• Häufige ethische Konfliktfelder in inter- und transkulturellen Settings (Einführung)
• Umgang mit ethischen Differenzen
• Entscheidungsfindung am Lebensende aus interkultureller Perspektive
• Selbstreflexion, Perspektivenwechsel
• Die Rolle interprofessioneller Kooperation

Modul 5: Umgang mit Konflikten in inter- und transkulturellen Kontexten (17.10. - 18.10.2019)
• Schwierige Gespräche führen mit Patienten/innen und Angehörigen
• Umgang mit starken Gefühlen in interkulturellen klinischen Settings
• Deeskalationsstrategien, kultursensible Konfliktlösung
• Erarbeitung von individuellen Handlungsoptionen
• Selbstreflexion, Perspektivenwechsel
• Interprofessionelle Zusammenarbeit und Unterstützung

Durch die Teilnahme an allen Modulen der Fortbildungsreihe wird das Zertifikat „Interkulturell kompetent in der Klinik“ erworben. Interessierte können auch einzelne Module besuchen.

Diese Fortbildung wurde im Rahmen des Projekts IPIKA Plus - Interprofessionelles und interkulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst entwickelt.

IPIKA Plus wurde initiiert von Herrn Prof. Dr. Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie CVK / CBF, und ist ein Kooperationsprojekt der Charité und der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Es wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert sowie Modul 1 von der Robert Bosch Stiftung finanziert.

Organisatorisches

Zeit:

09:00 - 16:30 Uhr

Ort:

Gesundheitsakademie, Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin, Haus A, Aufgang D 06, 1. OG, Seminarraum 3

Zielgruppe:

Pflegende, Sozialdienstmitarbeitende, Ärztinnen und Ärzte aller Bereiche

Teilnahmegebühr:

entfällt für Mitarbeiter/innen der Charité
290,00 € für externe Teilnehmer/innen


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