Information zur Ausbildung Logopädie

Unsere Schule wurde 1962 in Berlin Dahlem als erste staatlich anerkannte Lehranstalt für Logopäden Deutschlands von Prof. Dr. H. Gutzmann jun. gegründet und ist seit der Fusion der Universitätskliniken Teil der Charité Gesundheitsakademie.

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Allgemeine Informationen

Die Ausbildung dauert drei Jahre, beginnt am 1. Oktober eines jeden Jahres und umfasst den theoretischen und praktischen Unterricht sowie die praktische Ausbildung. Es handelt sich um eine tarifliche Ausbildung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden und einem Erholungsurlaub von 30 Ausbildungstagen. Nebentätigkeiten sind somit nicht möglich.

Die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an allen Ausbildungsveranstaltungen ist vorgeschrieben und Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Prüfung. Am Ende jedes Semesters findet in allen theoretischen und praktischen Fächern eine mündliche, schriftliche oder praktische Lernerfolgskontrolle statt. In der praktischen Ausbildung wird der Erfolg durch Aufstellung von Behandlungsplänen, Behandlungsproben und Falldarstellungen nachgewiesen.

Ein Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe (mindestens 16 Stunden theoretischer Unterricht mit praktischer Unterweisung) muss bis zum Antrag auf Zulassung zur staatlichen Prüfung erbracht worden sein.

Der theoretische und praktische Unterricht wird von Professoren/Professorinnen, Dozenten/Dozentinnen der Berliner Hochschulen und Universitäten, Ärzten/Ärztinnen sowie Psychologen/Psychologinnen der Klinik für Audiologie und Phoniatrie und Lehrkräften für Logopädie abgehalten. Die Teilnehmerzahl pro Kurs beträgt 14.

Qualitätsmerkmale unserer Schule

  • Zusammenarbeit mit der Klinik für Audiologie und Phoniatrie
  • Patienten für Hospitationen und Therapien unter fachlicher Anleitung
  • theoretischer Unterricht und praktische Ausbildung im Fach Logopädie durch hauptamtliche Lehrkräfte für Logopädie
  • Organisation von zwei externen Praktika in kooperierenden logopädischen Praxen und Einrichtungen. 

 Jede Lehrkraft

  • unterrichtet ihr spezielles Fachgebiet
  • behandelt selbst Patienten ihres Fachgebietes
  • ermöglicht dadurch parallel zum Unterricht Hospitationen
  • erprobt neue Methoden und Techniken
  • leitet die Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmer bei den Behandlungen an (z. B. Behandlungsentwurf, Videossupervision und Nachbesprechungen)

Wir gewährleisten dadurch eine enge Verknüpfung von theoretischem Unterricht und praktischer Ausbildung.

Die Ausbildung erfolgt nach den Bestimmungen des Gesetzes über den Beruf des Logopäden vom 7. Mai 1980 sowie nach den Vorschriften der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPro) vom 1.10.1980 in der jeweils geltenden Fassung.


Theoretischer und praktischer Unterricht

  • Anatomie und Physiologie
  • Aphasiologie
  • Audiologie und Pädaudiologie
  • Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde
  • Elektro- und Hörgeräteakustik
  • Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde
  • Kieferorthopädie und Kieferchirurgie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Logopädie
  • Neurologie, und Psychiatrie
  • Pädagogik und Sonderpädagogik
  • Pädiatrie und Neuropädiatrie
  • Pathologie
  • Phonetik/Linguistik
  • Phoniatrie
  • Psychologie und klinische Psychologie
  • Schwerhörigenpädagogik und Gehörlosenpädagogik
  • Soziologie
  • Stimmbildung und Sprecherziehung

Praktische Ausbildung

  • Hospitationen in Phoniatrie und Logopädie sowie in anderen fachbezogenen Bereichen
  • Praxis der Logopädie
  • Übungen zur Befunderhebung und Therapieplanung
  • Befunderhebung und Therapie unter fachlicher Aufsicht und Anleitung in der Schule
  • Praxis in Zusammenarbeit mit Angehörigen des therapeutischen Teams in den Fachgebieten Audiologie und Pädaudiologie, Psychologie einschließlich Selbsterfahrungstechniken, Musiktherapie

In die praktische Ausbildung integriert sind externe Schulpraktika. Diese ergänzende praktische Ausbildung findet in logopädischen Abteilungen von Kliniken, Sondereinrichtungen sowie bei freiberuflich tätigen Logopädinnen und Logopäden statt und muss innerhalb Berlins durchgeführt werden.

Ausbildungsdauer und Prüfung

Die dreijährige Ausbildung schließt mit der staatlichen Prüfung ab. Diese Prüfung umfaßt einen

  • schriftlichen,
  • mündlichen und
  • praktischen Teil

Ist die Prüfung bestanden, wird auf Antrag die Erlaubnis zur Tätigkeit unter der Berufsbezeichnung Logopäde oder Logopädin vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin, Angeleg. d. Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen erteilt.

Logopäden und Logopädinnen arbeiten

  • angestellt oder freiberuflich in eigener Praxis
  • Kliniken
  • Gesundheitsämtern
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Sondereinrichtungen für Sprach- und Hörgestörte
  • Arzt- und Logopädenpraxen
  • Lehre
  • Forschung

Ausbildungsvergütung/Ausbildungskosten

Die Ausbildungsvergütung beträgt

  • im 1. Ausbildungsjahr 1.015,24 € pro Monat,
  • im 2. Ausbildungsjahr 1.075,30 € pro Monat,
  • im 3. Ausbildungsjahr 1.172,03 € pro Monat.

Es entstehen Materialkosten von insgesamt ca. 300,00 € und Prüfungsgebühren von zurzeit 85,00 €.

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