SpraBo – Sprachkompetenz und Berufsorientierung

SpraBo bietet Menschen, die Interesse an einer pflegerischen Tätigkeit haben, einen ersten Einblick in das weite Feld der Pflegeberufe in Deutschland.
SpraBo ist ein gemeinsames Projekt der Charité Gesundheitsakademie und des Instituts für berufliche Bildung im Gesundheitswesen der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH.

Sie befinden sich hier:

SpraBo: ein Projekt für geflüchtete Menschen mit Interesse an einem Pflegeberuf

SpraBo richtet sich an Menschen, die:

Flyer zum Projekt als PDF-Download (deutsch)
  • Interesse an einem Pflegeberuf haben.
  • Pflegeerfahrungen im familiären Bereich haben.
  • das deutsche Gesundheitswesen kennenlernen wollen.
  • pflegerische Sprachkompetenz erwerben möchten.
  • ihre kommunikativen Fähigkeiten erweitern möchten.
  • einen ausländischen Abschluss in einem Pflegeberuf haben und herausfinden möchten, ob sie diese Tätigkeit auch in Deutschland ausüben wollen.
  • ein Sprachniveau von A2 oder B1 erreicht haben.

Die Förderung von Frauen steht bei SpraBo im Vordergrund. SpraBo hält bei Bedarf eine Kinderbetreuung für die Kinder der Kursteilnehmenden vor.

SpraBo hilft bei der Entscheidung für einen Pflegeberuf durch:

  • pflegepraktische Übungen,
  • begleitete Praxiskontakte,
  • eng betreute Schnupperpraktika im ambulanten, teilstationären und stationären Pflegebereich der Charité, der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH und deren Kooperationspartner,
  • Reflexion von Praxiserfahrungen,
  • Kompetenzfeststellung,
  • Karriereberatung und
  • Unterstützung bei der Einmündung in weiterführende, qualifizierende Pflegeausbildungen.

SpraBo baut auf den Sprachkompetenzen der Teilnehmenden auf und verbessert diese

  • durch zielgerichteten täglichen Sprachunterricht in kleinen Lerngruppen
  • und berufsbezogenen Sprachunterricht.

Das Projekt beantwortet die Fragen:

  • Wie ist das Gesundheitswesen in Deutschland aufgebaut?
  • Wie ist die Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen organisiert?
  • Welche Karrieremöglichkeiten hat man in der Pflege?
  • Welche Aufgaben haben Pflegende?

Wie läuft ein SpraBo-Kurs ab?

Kurstermine

  • 4. SpraBo-Kurs: 01.06.2018 bis 30.11.2018
  • 3. SpraBo-Kurs: 01.12.2017 bis 31.05.2018
  • 2. SpraBo-Kurs: 01.06.2017 bis 30.11.2017
  • 1. SpraBo-Kurs: 01.12.2016 bis 31.05.2017

Dauer:

6 Monate, in der Regel von Montag bis Freitag

Aufbau:

15 Stunden Sprachunterricht und 15 Stunden praxis-nahe Berufsorientierung verteilen sich gleichmäßig auf die verschiedenen Wochentage

Informationen zum Ablauf

Im Projektverlauf begleiten wir Euch bei Euren ersten Praxiskontakten und ersten pflegepraktischen Übungen. Dabei lernt Ihr ambulante, stationäre und teilstationäre Pflegebereiche kennen. Wir bieten Gelegenheit, Eure Praxiserfahrungen zu reflektieren und werden im Laufe des Projektes feststellen, welche Kompetenzen Ihr für den Pflegeberuf bereits mitbringt. Unser Ziel ist es, Euch bei der Einmündung in weiterführende qualifizierende Pflegeausbildungen zu unterstützen und zu beraten.

Im Mittelpunkt von SpraBo steht die Weiterentwicklung bereits vorhandener Kenntnisse im Umgang mit der deutschen Sprache. Wir bauen also auf Euren vorhandenen Sprachkompetenzen auf und verbessern diese sowohl durch täglichen Sprachunterricht als auch durch berufsorientierende Unterweisungen. Am Ende des Kurses habt Ihr die Möglichkeit, ein Sprachzertifikat auf nächsthöherem Niveau zu erwerben.

Die wichtigste Voraussetzung um an dem SpraBo-Kurs teilzunehmen ist Euer Interesse an einem Pflegeberuf. Vorherige Pflegeerfahrungen, etwa in der Familie oder in Eurem Herkunftsland, sind vorteilhaft, weil sie den Austausch über Besonderheiten des deutschen Gesundheitswesens erleichtern. Wir freuen uns, wenn Ihr bereits ein Sprachniveau von mindestens A 2 habt bzw. auf dem Weg seid, dieses zu erreichen. Die Förderung von Frauen steht bei uns im Vordergrund und wir sehen bei Bedarf eine Kinderbetreuung für Eure Kinder vor. Der SpraBo-Kurs dauert in der Regel 6 Monate. Kurstage sind von Montag bis Freitag, an denen täglich je 3 Stunden Sprachunterricht und 3 Stunden praxisnahe Berufsorientierung vermittelt werden. Der Sprachunterricht findet in der Gesundheitsakademie der Charité statt und der praxisnahe, berufsorientierende Unterricht findet an verschiedenen Einsatzorten der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH bzw. dem Virchow-Klinikum an der Charité statt.

Kontakt zu unseren Ansprechpartnerinnen

Heike Jacobi-Wanke

Pädagogische Mitarbeiterin

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Christina Polzin

Pädagogische Mitarbeiterin

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Impressionen und Rückblicke

Feierlicher Abschluss des 2. SpraBo-Kurses

Am 30. November 2017 fand der feierliche Abschluss des zweiten Kurses des SpraBo-Projektes statt. Zusammen mit dem Teilprojekt Vivantes erhielten 17 Teilnehmende ihre Abschlusszertifikate.

Herr Professor Einhäupl, der sich des SpraBo Projektes als Schirmherr angenommen hat, ließ es sich nicht nehmen auf der Veranstaltung persönliche Grußworte an die Geflüchteten und die Gäste zu richten. Unter der Moderation von Frank Hertel, Schulleiter der Gesundheitsakademie- und Krankenpflegeschule stellten sich die Absolvent*innen den Gästen vor.

 

 

2. SpraBo-Kurs vom 01.06.2017 bis 30.11.2017

In der Gesundheitsakademie der Charité begannen 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Eritrea, Syrien, Armenien und dem Iran mit einem neuen Kurs. Im Juni 2017 gab es zunächst ausschließlich theoretischen  Unterricht, um auf die Praktika vorzubereiten.

Bei den Pflegepädagoginnen werden berufsbezogene (Deutsch)Kenntnisse erworben - die SpraBo Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer bereiten intensiv auf Prüfungen der nächsthöheren Niveaustufen vor.

Auch pflegerische Grundlagenkenntnisse werden unterrichtet - Betten machen, Körperpflege und Mobilisation von Patienten werden miteinander geübt.

Feierlicher Abschluss des 1. SpraBo Kurses

Am 31. Mai 2017 fand im Festsaal des IbBG Vivantes die feierliche Übergabe der Zertifikate für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten SpraBo Kurses statt. Von 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Charité schlossen neun den ersten Kurs erfolgreich ab. Sie absolvierten Praktika auf ausgewählten Stationen und konnten ihre Deutschkenntnisse erheblich verbessern. Zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen die Gelegenheit in einem Kurs der Krankenpflegehilfe an der Charité eine Ausbildung zu beginnen. Ein Teilnehmer wird bis zur Anerkennung seines Berufsabschlusses als Pflegehelfer im OP arbeiten, ein weiterer beginnt als Pflegehelfer in einem Seniorenwohnheim. Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich durch einen Pflegebasiskurs weiter qualifizieren.

Nach den feierlichen Reden spielte die Band eines Teilnehmers: dort konnten alle ihrer Freude über den erfolgreichen Abschluss zum Ausdruck bringen.